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ZNE! Künstlerin Christin Lahr bei Gutes böses Geld in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden

Gutes böses Geld
Eine Bildgeschichte der Ökonomie
5.3.2016 – 19.6.2016
© Christin Lahr
 


Gutes böses Geld. Eine Bildgeschichte der Ökonomie, die Große Landesausstellung 2016, zeichnet mit einer Vielzahl historischer und aktueller Werke nach, wie Künstler Geld und den Umgang damit ins Bild gesetzt haben. Thematisiert werden die vielfältigen emotionalen, psychologischen und moralischen Implikationen von Geld durch die Präsentation einer Bildgeschichte der Ökonomie — mit mehr als 120 Arbeiten von 1264 bis 2016. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden mit dem Casino Baden-Baden, dem Stadtmuseum Baden-Baden und dem Theater Baden-Baden und steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister der Finanzen und Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg.

Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
In der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden erwartet den Besucher ein Überblick über mehr als 800 Jahre Geldgeschichte. Geld ist nicht ahistorisch und immer gleich. In einem Jahrhundert erscheint es gut, in einem anderen böse, dann fast unsichtbar. Im Gegensatz dazu verbindet die moderne Auffassung der Ökonomie mit Geld ein neutrales und objektives Konzept — außerhalb historischer und gesellschaftlicher Kontexte. Die Baden-Badener Ausstellung rückt Geld als soziale Technologie in den Mittelpunkt und damit nicht zuletzt den Menschen und die Künstler, die sich dieser Technologie bedienen.

Künstler in chronologischer Reihenfolge: Dietisalvi di Speme, Lucas Cranach d. Ä., Dosso Dossi, Marinus van Reymerswaele, Bartholomaeus Bruyn d. Ä., Jan Wierix, Lucas van Valckenborch, Georg Flegel, Bartholomeus van Bassen, Pieter de Neyn, Theodoor Rombouts, Adriaen van Utrecht, Pietro della Vecchia, David Teniers d. J., Abraham Diepraem, Peeter van Bredael, Pieter van Anraedt, Giovanni Carlone, Johann Heiss, Edwaert Collier, Jan Verkolje, Cornelis Norbertus Gijsbrechts, Johann Peter Hasenclever, Karl Wilhelm Hübner, Ludwig Knaus, Otto Edmund Günther, Ernst Henseler, Hans Richter, Joseph Beuys, Andy Warhol, Yves Klein, Timm Ulrichs, Hanne Darboven, Maria Eichhorn, Cildo Meireles, Sylvie Fleury, Aernout Mik, Christin Lahr, Pratchaya Phinthong, Zachary Formwalt, Adriana Arroyo, Ioë Bsaffot

Casino Baden-Baden
Das 1838 von Jacques Bénazet gegründete Casino verfügt über eine reiche Geschichte, die im weitesten Sinne als Ausgangspunkt für die dort gezeigte Ausstellung dient. Darin werden jedoch nicht so sehr Werke gezeigt, die das Spielen um Geld im Casino thematisieren. Vielmehr geht es in den Arbeiten, die direkt zwischen den Spieltischen und an ungewöhnlichen Orten ausgestellt werden, darum, wie auf den Märkten heute um das große Geld gespielt wird. Dabei steht sowohl Kunst im Fokus, die selbstironisch den Kunstmarkt thematisiert, als auch Objekte, die das Casino der Finanzmärkte vor und nach der vorläufig letzten Finanzkrise 2008 reflektieren.

Künstler in chronologischer Reihenfolge: Hans-Peter Feldmann, Mark Flood, Liu Jianhua, Gabriel Kuri, Damien Hirst, Christoph Büchel, Hunter Jonakin, Adel Abdessemed, Axel Stockburger, Cheyney Thompson, Jochen Höller, Alicja Kwade, Benedikt Braun, Anahita Razmi, Hugh Scott-Douglas, Bewegung NURR, Superflex, RYBN.org

Die Arbeit von Benedikt Braun wurde unterstützt von:
Parkgaragengesellschaft Baden-Baden mbH und der SV SparkassenVersicherung Holding AG


Stadtmuseum
Im Stadtmuseum wird die ambivalente Geschichte des Monopoly-Spiels, das seinen Ursprung in den krisenhaften Jahren des frühen 20. Jahrhunderts hat, nacherzählt. So gewann das als anti-monopolistisch gedachte Spiel über die Jahre zunächst in den USA und dann weltweit immer mehr an Popularität. Die Präsentation der Spiele in der Ausstellung wird von sozialdokumentarischen Fotografien aus der Zeit der düsteren Realität der »Great Depression« begleitet.

Künstler in chronologischer Reihenfolge: Jacob August Riis, John Heartfield, Dorothea Lange, Margaret Bourke-White, Öyvind Fahlström, Jim Goldberg

Theater Baden-Baden
»Wirtschaftskomödie« von Elfriede Jelinek
Das Theater Baden-Baden zeigt im Rahmen der Großen Landesausstellung das Stück »Wirtschaftskomödie« von Elfriede Jelinek. Was hält die Finanzwirtschaft in Schwung? Der Wunsch der Kleinanleger, sich einen Anteil an der wundersamen Geldvermehrung zu sichern, skrupellose Manager, die den Geldfluss zum eigenen Vorteil lenken? Und was, wenn das Geld plötzlich weg ist? Dann lässt sich Geld trotzdem weiter vermehren — nur eben anderes Geld. Atemlos, scharfsichtig, pointiert: Jelineks Sprache folgt assoziationsreich und verspielt der Entdinglichung des Geld- und Wortwerts.
Von 








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ZNE! in Chile

Am 9. Juni 2017 eröffnete Kuratorin Adrienne Goehler zum 16. Mal "zur nachahmung empfohlen! expeditionen in ästhetik und nachhaltigkeit", diesmal im Parque Cultural de Valparaíso, Chile. Diese Ausstellungsstation wird ermöglicht durch die Heinrich Böll Stiftung Cono Sur, dem Institute for Advanced Sustainability Studies in Potsdam und dem Goethe-Institute Chile.

Ko-kuratiert von Rodolfo Andaur kommen den 62 internationalen Künstler*innen die chilenischen Künstlerinnen Aninat-Swinburn, Natascha de Cortillas, Vania Caro Melo, Claudia Müller, Guisela Munita, und Alejandra Prieto hinzu.

Hier geht es zu den Fotos der Ausstellung, die vom 10.6. - 12.8.2017 geht.

Das IASS und das Regionalbüro Cono Sur der Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) starten die innovative Veranstaltungsreihe "mundos sostenibles" in Chile, um den Dialog an der Schnittstelle zwischen Kunst, Politik und Nachhaltigkeit voranzubringen. Das Programm umfasst Podiumsdiskussionen, Workshops, Führungen, Darbietungen und Videovorführungen rund um das Thema Nachhaltigkeit. Die Veranstaltungen werden vom 9. Juni bis zum 13. August 2017 im Parque Cultural Valparaiso und anderen Orten in der Stadt stattfinden.

Das Dialogprogramm in Valparaíso gruppiert sich um vier thematische Achsen:

1) „Territorien und Ressourcen: umstrittene Entwicklungsmodelle“ (8. – 11. Juni)

2) „Nahrungsmittelsouveränität und die Herausforderungen des Klimawandels“ (29. Juni – 2. Juli)

3) „Wasser: Privateigentum oder Gemeingut?” (3. – 5. August)

4) „Städte und Bürger der Zukunft“ (10. – 12. August)


Weitere Informationen


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Stimmen für einen Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit als Forderung an Bundesregierung und Bundestag u.a. von Prof. Dr. Klaus Töpfer, Prof. Dr. Gesine Schwan, Prof. Dr. Patrizia Nanz, Olafur Eliasson, Dr. Wilhelm Krull, Dr. Michael Otto und Amelie Deuflhard.


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