Artist Collective SCHAUM – Surrogat III, 2016

Wunder-Duftbäume aus Pappe monströs skaliert zu einem Wald, in dem man sich verstecken, vielleicht sogar verlaufen kann, lassen den Betrachter schrumpfen. Die Liebe der Deutschen zum Wald ist nicht neu, doch das hier ist kein Ort der Erholung. Schon gar nicht handelt es sich bei dieser Arbeit, trotz ihrer immergrünen Erscheinung, um eine sakrale Allegorie der Hoffnung. Sehgewohnheiten und Werk driften auseinander. Die anfängliche Faszination über die ästhetisch gelungene Ausführung der Surrogate - also Ersatzstoffe - weicht einem ungefähren Unbehagen. Statt echter Pflanzen nur Pappe und Farbe und der Materialwert so hoch wie die Anschaffung eines Originals. Alles ist so perfekt nachgebaut; die nutz- und geruchlose Imitation einer Massenware, die wiederum etwas vollkommen Kostenloses imitieren will: Die Natur. Wozu das alles? Was ist aus dem guten alten Waldspaziergang geworden? Da ist er also, der Weltschmerz; ein alter Hut. Natürlich ist die Bitternis, die mit dem Verlust von Werten einhergeht, zutiefst romantisch, aber zugleich so relevant wie ehedem. Und genau hier liegt die große Stärke von SCHAUM.
Bei Artist Collective SCHAUM steht das Konzept der jeweiligen Arbeit und die entsprechende Herangehensweise im Vordergrund und nicht die Festlegung auf ein bestimmtes Material, eine Gattung oder eine dadurch wiedererkennbare Handschrift.








Wir bedanken uns bei allen, die die 18. Ausstellungsstation in Erfurt ermöglicht und mitgeholfen haben.

18. ZNE! Station ERFURT


von 28.7.2019 bis 22.9.2019

Fotos der Ausstellungsstation in Erfurt hier!

_________Initiiert vom Beirat zur _____Nachhaltigen Entwicklung in ______Thüringen, unterstützt vom Thüringer Ministerium für Umwelt, ________Energie und Naturschutz
und der __Landeshauptstadt Erfurt

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Wir trauern um unseren Freund und Stifter, den Künstler und Philosophen Prinz Rudolf zur Lippe, verstorben am 6. September 2019.
"Er brachte das Denken zum Tanzen" und die Menschen in Bewegung.
Während der Ausstellung in Erfurt, die in der Kirche des Augustinerklosters Arbeiten aus dem Zyklus "Von den Vögeln lernen" zeigt, wollte er mit uns darüber sprechen, und was sie mit Goethe und Alexander von Humboldt zu tun hat.
Wir werden ihn nicht nur dabei vermissen.

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