Artist Collective SCHAUM – Surrogat III, 2016

Wunder-Duftbäume aus Pappe monströs skaliert zu einem Wald, in dem man sich verstecken, vielleicht sogar verlaufen kann, lassen den Betrachter schrumpfen. Die Liebe der Deutschen zum Wald ist nicht neu, doch das hier ist kein Ort der Erholung. Schon gar nicht handelt es sich bei dieser Arbeit, trotz ihrer immergrünen Erscheinung, um eine sakrale Allegorie der Hoffnung. Sehgewohnheiten und Werk driften auseinander. Die anfängliche Faszination über die ästhetisch gelungene Ausführung der Surrogate - also Ersatzstoffe - weicht einem ungefähren Unbehagen. Statt echter Pflanzen nur Pappe und Farbe und der Materialwert so hoch wie die Anschaffung eines Originals. Alles ist so perfekt nachgebaut; die nutz- und geruchlose Imitation einer Massenware, die wiederum etwas vollkommen Kostenloses imitieren will: Die Natur. Wozu das alles? Was ist aus dem guten alten Waldspaziergang geworden? Da ist er also, der Weltschmerz; ein alter Hut. Natürlich ist die Bitternis, die mit dem Verlust von Werten einhergeht, zutiefst romantisch, aber zugleich so relevant wie ehedem. Und genau hier liegt die große Stärke von SCHAUM.
Bei Artist Collective SCHAUM steht das Konzept der jeweiligen Arbeit und die entsprechende Herangehensweise im Vordergrund und nicht die Festlegung auf ein bestimmtes Material, eine Gattung oder eine dadurch wiedererkennbare Handschrift.








Wir arbeiten nicht nur an einer neuen Ausstellungsstation, sondern auch an einer neuen Webseite. Nähere Informationen folgen.

Um sich die Wartezeit zu verkürzen, können Sie in unserem Ausstellungsarchiv stöbern oder die Fallstudie "Ästhetische Erfahrung und nachhaltige Entwicklung - Fallstudie ZNE in Valparaiso lesen.


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