Emine Ercihan – Food Waste

Food Waste – Es besteht ein weltweites Ungleichgewicht zwischen der Produktion und der Verteilung von Lebensmitteln. Während in vielen Staaten Lebensmittel aufgrund von Überproduktion und unbewusstem Konsum weggeworfen werden, herrscht in anderen Ländern große Nahrungsmittelknappheit. Die vierfache Menge, die benötigt wird, um das Welthungerproblem zu lösen, landet im Abfall.

Die Verschwendung von Nahrungsmitteln ist ein allgegenwärtiges, globales Problem. Allein in Deutschland werden pro Jahr und Einwohner 82 Kilogramm abgelaufene und nicht sachgerecht gelagerte Lebensmittel einfach weggeworfen. Noch drastischer ist die Situation in den Produktions- und Lieferketten von Lebensmitteln, wo wertvolle Nahrungsmittel grundlos vernichtet werden.

Mangelndes unternehmerisches Gewissen, die absurde Dynamik des Marktes und fragwürdige Gesetze und Verordnungen tragen dazu bei, dass Nahrungsmittel auf dem Müll landen; nicht normgerechte Obst- und Gemüseerzeugnisse werden aussortiert.

Das Projekt „Food Waste“ schafft einen anderen, emotionalen Zugang zu einer sachlichen, ernsten Thematik. „Food Waste“ wiederholt nicht etwa die allgemein bekannten Bilder, wie z.B. Berge verschwendeter Nahrungsmittel, sondern dient im Rahmen der Ausstellung als Provokation und bietet eine Grundlage für Diskussionen.

„Food Waste“ inszeniert die Verschwendung, die zu einem absurden Raumelement wird. „Erst das persönliche Erleben von Verschwenden“, so Emine Ercihan, "führt zu einer gezielten Wahrnehmung!"

Emine Ercihan, geboren 1989 in Izmir, Türkei, lebt und studiert in Dortmund. Ihr Projekt 'Food Waste' wurde mit dem Canon Profifoto Förderpreis ausgezeichnet.








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Die 16. Ausstellungsstation von ZNE! in Valparaíso ist vom chilenischen Kreis der Kunstkritiker*innen zur besten Internationalen Ausstellung des Jahres 2017 in Chile gekürt worden.

Diese Station wurde vom 10.6.17 – 12.8.17 im Parque Cultural de Valparaíso gezeigt und ermöglicht von Heinrich Böll Stiftung Cono Sur, Institute for Advanced Sustainability Studies IASS, Potsdam und Goethe-Institute Chile.

ZNE! dankt allen Künstler*innen, Partner*innen, Techniker*innen und Helfer*innen, die das hier möglich gemacht haben.

Hier geht es zu den Fotos der Ausstellung.


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Stimmen für einen Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit als Forderung an Bundesregierung und Bundestag u.a. von Prof. Dr. Klaus Töpfer, Prof. Dr. Gesine Schwan, Prof. Dr. Patrizia Nanz, Olafur Eliasson, Dr. Wilhelm Krull, Dr. Michael Otto und Amelie Deuflhard.


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