Jae Rhim Lee – The infinity burial project

Jae Rhim Lee
The Infinity Burial Project
Bremen: Grüne-Abgeordnete-schlägt-Öko-Beerdigungen-vor

The Infinity Burial Project*, 2008 – heute
The Infinity Burial System wird von der Creative Capital Foundation großzügig gefördert.

Das Infinity Burial Project ist ein bescheidener Vorschlag für ein alternatives Beerdigungssystem, das die kulturelle Verleugnung des Todes sowie die mit den heutzutage üblichen Beerdigungspraktiken einhergehende Umweltbelastung hinterfragt.
Das Projekt beinhaltet den Unendlichkeitspilz oder infinity mushroom, einen zukünftigen hybriden Pilz, der 1) Körper zersetzt, 2) die industriellen Gifte in Körpern beseitigt, und 3) Pflanzenwurzeln Nährstoffe zuführt. Ich entwickle zurzeit
einen einzigartigen Stamm eines existierenden essbaren Pilzes, der dafür optimiert wird, das Gewebe und die Ausscheidungen meines Körpers – Haut, Haare, Nägel, Blut, Knochen, Fett, Tränen, Urin, Fäkalien und Schweiß – aufzuzehren.
Der Unendlichkeitspilz wird in eine Serie von Beerdigungsanzügen integriert. Der erste Prototyp des Unendlichkeitsbeerdigungsanzugs ist ein bodysuit, der mit einem mit Pilzsporen getränkten Faden bestickt ist. Das Stickmuster ähnelt dem dentrischen Wachstum von Pilzgeflecht. Zum Anzug gehört auch eine alternative Einbalsamierungsflüssigkeit, ein flüssiger Sporenbrei und ein Verwesungs-Make-up aus mineralischer Schminke, Pilzsporen und einer flüssigen Nährlösung. Das komplette Beerdigungssystem wird die oben aufgeführten Elemente in einem Behälter enthalten, der Leichen in nutzbares Biomethangas und sauberen Kompost umwandelt.
Die Entwicklung des Unendlichkeitsbeerdigungssystems ist auch Teil meiner eigenen Auseinandersetzung mit dem Tod und meiner Ausbildung als Meisterin der Akzeptanz des Todes.
Der Film Once You’re Dead setzt sich auch mit kultureller Todesverleugnung und den psychologischen, gesellschaftlichen und ökologischen Aspekten des Umgangs mit dem Tod auseinander.
Jae Rhim Lee








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Die 16. Ausstellungsstation von ZNE! in Valparaíso ist vom chilenischen Kreis der Kunstkritiker*innen zur besten Internationalen Ausstellung des Jahres 2017 in Chile gekürt worden.

Diese Station wurde vom 10.6.17 – 12.8.17 im Parque Cultural de Valparaíso gezeigt und ermöglicht von Heinrich Böll Stiftung Cono Sur, Institute for Advanced Sustainability Studies IASS, Potsdam und Goethe-Institute Chile.

ZNE! dankt allen Künstler*innen, Partner*innen, Techniker*innen und Helfer*innen, die das hier möglich gemacht haben.

Hier geht es zu den Fotos der Ausstellung.


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Stimmen für einen Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit als Forderung an Bundesregierung und Bundestag u.a. von Prof. Dr. Klaus Töpfer, Prof. Dr. Gesine Schwan, Prof. Dr. Patrizia Nanz, Olafur Eliasson, Dr. Wilhelm Krull, Dr. Michael Otto und Amelie Deuflhard.


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