Marc Aldinger – still-leben

Die Arbeit `still-leben´ reflektiert die Ästhetik und Bedeutung unbeachteter Objekte unserer Überflussgesellschaft – Stilleben. Die Objekte wurden auf den Straßen von Berlin fotografiert. Es sind Objekte des Alltags – bunte Getränkedosen, zertreten und überfahren; take away Getränkebecher, zerknäult; Essensreste, achtlos hingeworfen.

In der europäischen Kunsttradition verstehen wir unter Stillleben die Darstellung toter bzw. regloser Gegenstände. Deren Auswahl erfolgte nach inhaltlichen (oft symbolischen) und ästhetischen Aspekten. Das Anliegen der Maler war es, einerseits Objekte der Natur und des alltäglichen Lebens in ihrer Schönheit zu erfassen und wiederzugeben und andererseits eine verschlüsselte Botschaft, einen gedanklichen Inhalt, zu vermitteln.

Die Arbeit `still-leben´ spiegelt auf sinnlicher Ebene die Schönheit hingeworfener Dinge wider. Diese entwickeln im Laufe der Zeit im urbanen Raum eine eigene ästhetische Qualität. Sie werden zu kleinen Stillleben, die unbeachtet auf der Straße liegen, übergangen und vergessen. Diese vielfältigen Eindrücke habe ich zu einer Arbeit auf Fliesen zusammengefasst– ein morbides Stillleben unserer Alltagskultur.
In ihr wird unter anderem der achtlose Umgang mit Konsumprodukten des Alltags, mit Pfennigprodukten ohne Wert, kritisiert.

Das Thema der Stillleben im Barock war der Reichtum Einzelner, von Adligen oder reichen Bürgern. Neben dem Reichtum war auch das Thema der Vergänglichkeit ein zentraler Aspekt der Arbeiten. Der Reichtum wurde durch die üppige, realistische Darstellung von Trauben, Äpfeln, Blumen, Essen in Fülle mit Wein in imposanten Gläsern dargestellt. Die Darstellung des Überflusses und des Reichtums wurde teils gepaart mit dem Abbild toter Tiere, eines Totenschädels oder einer Kerze als Zeichen der Vergänglichkeit.

In der Arbeit `still-leben´, die eine zeitgenössische Interpretation des
klassischen Stilllebens ist. Geht es nicht um die Darstellung des Reichtums Einzelner, sondern des Reichtums unserer westlichen Gesellschaft. Das Vanitas Thema spielt darin eine zentrale Rolle. Im Zentrum der Arbeit liegt eine tote Taube - ein Zeichen der Vergänglichkeit des Irdischen. Ihre Flügel sind weit ausgebreitet. Sie liegt auf dem Asphalt. Mensch sieht das filigranen Gefieder in all den Farbnuancen der Federn – wunderschön und nicht von Dauer.
Betrachtet wird diese Szenerie von einem gelb-goldenen Wesen, am Rande stehend, durch einen Glaskorpus hindurch blickend auf still-leben.








18. ZNE! Station ERFURT________

__________________ERÖFFNUNG
Samstag 27. Juli 2019, 17:00_____
Von 28.7.2019 bis 22.9.2019_____

_____________AUSSTELLUNGSORT
Galerie Waidspeicher und _______
_________Kulturhof zum Güldenen
__________________Krönbacken
Michaelisstraße 10 - 99084 Erfurt

Augustinerkloster _____________
Augustinerstraße 10, 99084 Erfurt

_________Initiiert vom Beirat zur _____Nachhaltigen Entwicklung in ______Thüringen, unterstützt vom Thüringer Ministerium für Umwelt, ________Energie und Naturschutz
und der __Landeshauptstadt Erfurt

__________WEBSEITE IM UMBAU!
Während des Umbaus bleibt unser ZNE! Archiv geöffnet___________

____NEU: Studie des Instituts für transformative Nachhaltigkeits-forschung | IASS Potsdam zu ZNE! in Valparaiso_________________



*****Join us on facebook******