Gao Shiqiang – Faint with oxygen, 2009

Gao Shiqiang wählte für seine Videoarbeit drei Drehorte aus die sich auf unterschiedlichen Höhenlagen befinden. Interessant ist, dass die verschiedenen Bilder, die von diesen drei Orten im Film zu sehen sind, genauso zufällig wie exakt drei unterschiedliche Arten und Wahrnehmungen von Wohnorten und Leben offerieren:
auf einem Plateau, 5.000 Meter über dem Meeresspiegel, erlebt ein junger Mann den Einfluss der 'modernen Zivilisation' durch enthusiastische tibetanische religiöse Imagination. Er absolvierte ebenfalls eine solche Prozedur – die Aufnahme einer anderen Zivilisation in sich selbst durch seine eigene Imagination.
Am zweiten Drehort, einer 3.600 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Stadt, wo zwei Zivilisationen und zwei Welten koexistieren, stößt der Betrachter allerorts auf Spuren von Konflikten.
Der dritte Drehort ist eine typische moderne Stadt im Osten Chinas, sie liegt 20-60 Meter über dem Meeresspiegel. Hier wird das Land 5.000 Meter über dem Meeresspiegel idealisiert, die tibetanische Zivilisation wurde kommerzialisiert. Diese Vorstellung einer anderen Zivilisation wurde auf den Warentisch geworfen und von der neuen Zivilisation in die eigene kulturelle Welt aufgenommen, mit der Absicht das Vergangene, zum Eigenen zu machen.
Es stellt sich die Frage: Wie kann Vorstellung ihr eigenes Gefängnis durchbrechen? Ist das beim Verstehen-wollen anderer Kulturen wirklich möglich? Hat die "verschwundene Seite" im Vorfeld wirklich existiert?

Gao Shiqiang, geboren 1971 in Shandong, China, lebt und arbeitet in Hangzhou, China.








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Die 16. Ausstellungsstation von ZNE! in Valparaíso ist vom chilenischen Kreis der Kunstkritiker*innen zur besten Internationalen Ausstellung des Jahres 2017 in Chile gekürt worden.

Diese Station wurde vom 10.6.17 – 12.8.17 im Parque Cultural de Valparaíso gezeigt und ermöglicht von Heinrich Böll Stiftung Cono Sur, Institute for Advanced Sustainability Studies IASS, Potsdam und Goethe-Institute Chile.

ZNE! dankt allen Künstler*innen, Partner*innen, Techniker*innen und Helfer*innen, die das hier möglich gemacht haben.

Hier geht es zu den Fotos der Ausstellung.


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Stimmen für einen Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit als Forderung an Bundesregierung und Bundestag u.a. von Prof. Dr. Klaus Töpfer, Prof. Dr. Gesine Schwan, Prof. Dr. Patrizia Nanz, Olafur Eliasson, Dr. Wilhelm Krull, Dr. Michael Otto und Amelie Deuflhard.


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